Die qualitative Forschung verwendet sinnverstehende, interpretative, offene (also nicht standardisierte) Verfahren. Es geht in erster Linie um das Beschreiben, Interpretieren und Verstehen von Zusammenhängen, die Aufstellung von Klassifikationen oder Typologien oder die Generierung von Hypothesen.
Oft werden qualitative Vorgehensweisen verwendet, um neue Forschungsfragen zu generieren und neue Themengebiete zu erschließen. Da sie also weniger zum Testen von Hypothesen, sondern eher für die Entwicklung von Hypothesen geeignet sind, sind sie eng verbunden mit dem induktiven Erkenntnisgewinn (vgl. Berger-Grabner, 2016, S. 117).
Der gegensätzliche Forschungsansatz ist die quantitative Forschung.
Hier ein Beispiel:
Bisher existiert kaum Forschung zur Didaktik in der Hochschullehre. Es können noch keine Hypothesen generiert werden, wie Hochschullehre gestaltet sein sollte, damit die Studierenden gut lernen können. Um in diesem bisher wenig ergründeten Themengebiet zu forschen, verwendet man qualitative Forschungsverfahren: man führt offene Interviews mit Studierenden, fragt sie offen nach ihren Wünschen, Meinungen und Erfahrungen. Die Antworten werden anschließend sinnverstehend interpretiert.
Beispielverfahren: Leitfaden-Interview, teilnehmende Beobachtung, Gruppendiskussion
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