Die Erstellung von Postern zur Präsentation wissenschaftlicher Daten

Print vs. Bildschirm

Wie unterscheidet sich die Darstellung zwischen Bildschirm und Druck? Kurz gesagt: Deutlich!
Es ist notwendig, ein paar technische Hintergründe im Kopf zu haben, denn ein Poster wird am Bildschirm für den Druck gestaltet.

Kalibrierung: Rot ist nicht gleich rot
Alle Drucker und Bildschirme unterscheiden sich in ihrer Kalibrierung. Es ist nur mit großem technischem Aufwand möglich, Bildschirm und Drucker identisch zu kalibrieren. Wechselt man dann auf einen anderen Drucker oder einen anderen Bildschirm, stellt sich das gleiche Problem wieder. Das Ergebnis aus dem Drucker gleicht also nie zu 100 % dem, was der Bildschirm zeigt.

Drucker und Bildschirme arbeiten in unterschiedlichen Farbräumen.
Die Darstellung am Bildschirm basiert auf den sich zu weiß addierenden Spektralfarben des Lichts.
Merke:
Rot plus
Grün plus
Blau gleich
Weiß!

Zum Druck werden Farbpigmente verwendet.
Merke:
Cyan plus
Magenta plus
Yellow/gelb gleich schwarz
(K wie Kohle = Ruß aus dem
Druckerschwärze lange hergestellt wurde).

Licht und Pigmente
Einige Programme sind in der Lage zwischen den Farbräumen zu wechseln bzw. Grafiken in den verschiedenen Farbräumen abzuspeichern. Für den Druck eines Posters empfiehlt es sich, Poster und ggf. seine Bestandteile in CMYK zu speichern.

Von Pixeln und Vektoren
Es gibt zwei Grundarten von Grafiken (und selbstverständlich Mischformen):
Pixel (links) sind Bildpunkte. Je mehr pro Flächeneinheit, desto schärfer ist das Bild. Viele Bildpunkte bedeuten aber auch ein großes Dateivolumen, deren Bearbeitung viel Arbeitsspeicher des Rechners erfordert!

Vektoren (rechts) sind lineare Elemente. Sie sind immer gleich scharf und benötigen erst im 3D-Bereich viel Arbeitsspeicher.

Die meisten Programme, die zum Erstellen eines Posters in Betracht gezogen werden, arbeiten mit Pixeln.

Eine Frage der Auflösung
Unter Auflösung versteht man die Anzahl der Bildpunkte je Flächeneinheit. Am geläufigsten ist die Einheit dpi (dots per inch). Gute Bildschirme leisten heute eine Auflösung von 150 dpi. Ältere oder günstigere Bildschirme arbeiten mit einer Auflösung von 72 dpi. Ein Drucker beginnt bei 300 dpi.
Kurz gesagt: Selbst der billigste Drucker ist in der Lage, aus einem am Bildschirm scharfen Bild ein bis zur Unkenntlichkeit verpixeltes Etwas zu machen.



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