Die Erstellung von Postern zur Präsentation wissenschaftlicher Daten
Farbkonzept
Auswahl der drei Farben
![]() | Im Prolog wurden bereits Farben und die mit Ihnen verbundenen Assoziationen sowie die Vorteile der Nutzung von Komplementärfarben angesprochen. |
Beispiel: blau, hellblau und orangegelb als Kontrast
Im Vergleich sind anbei zwei Versionen eines Diagramms nebeneinander gestellt.
Vergleiche die Wirkung beider Versionen mit den Abbildungen und auf dem fertigen Beispiel-Poster.

Die Reduktion auf die wenigen Farben stellt die Inhalte in den Vordergrund. Vor allem die mit orange gesetzten Markierungen treten deutlich hervor. Gleichzeitig lassen sich alle Inhalte leicht zuordnen und erfassen.
Exkurs: Gestaltung
Ein gewisses Risiko stellt die flächige Verwendung einer Volltonfarbe dar. Die Farbe leuchtet und polarisiert damit im Vergleich zu einem Poster mit weißem oder pastellfarbenen Hintergrund. Das kann man wollen und mögen oder auch vermeiden. Es ist eine Frage der persönlichen Einstellung und wie sehr das Poster auffallen soll. Durch den Einsatz von Farbverläufen kann der Effekt abmildern werden.
Exkurs: Der Vampir auf deinem Poster
![]() | Betrachte die Abbildung links. |
Eine Fläche in einer leuchtenden Farbe, die nicht in das Farbkonzept passt, kann so mehr Aufmerksamkeit auf sich ziehen als für die Erfassung der Inhalte notwendig und gewollt ist. Ein "Farbklecks" stört u. U. die Harmonie des gesamten Posters. Beispielsweise ein sehr buntes Logo auf einem Poster in eher gedeckten Farben. Dann spricht man vom Vampir-Effekt. Die eigentlichen Inhalte "verblassen" neben dem leuchtenden oder auch hervorstechenden Element.
- Nutze transparente Logos, wenn sie zur Verfügung stehen.
- Gestalte die Abbildungen, soweit es geht, im Farbschema deines Posters.
- Vor allem aber: Hebe nur hervor, was hervorgehoben werden muss.

