Wissenschaftsparodie
Beschreibung
Die "Wissenschaftsparodie" gehört zu dem literarischen Genre, welches v.a. die sprachlichen Schwächen akademischer Publikationen und die Umstände wissenschaftlichen Arbeitens spöttisch thematisiert. Hierdurch soll auf strukturelle Probleme aufmerksam gemacht werden.
Bekannte Beispiele sind die sogenannte "Sokal-Affäre" und "die Steinlaus". Bei Ersterem handelt es sich um einen von Alan Sokal verfassten Text, der aus parodierten Versatzstücken verschiedener postmoderner Theoretiker bestand, jedoch trotz seiner unsinnigen Inhalte als Publikation angenommen wurde. 1983 gelang die vom Humoristen Loriot erfundene Steinlaus in die 255. Auflage des angesehenen Medizinerlexikons "Pschyrembel" - seither gilt sie als Paradebeispiel für fingierte Artikel bzw. für wissenschaftliche Witze.
Durchführung
In Zweier- oder Dreiergruppen wird ein Artikel zu einem Nonsensthema - z.B. "Die nonverbale Kommunikation von Tausendfüßlern unter der besonderen Berücksichtigung des mimischen Ausdrucks" - erstellt. Für den Nonsens-Aufsatz soll die wissenschaftliche Rhetorik sowie eine wissenschaftliche Terminologie verwendet werden. Diese werden völlig unbekümmert und übertrieben angewendet. Es gilt die formalen, rhetorischen und stilistischen Besonderheiten der Wissenschaftssprache zu imitieren und zu parodieren.

Geeignete Veranstaltungstypen
Die Methode lässt sich flexibel einsetzen. Bestimmte Veranstaltungstypen, Veranstaltungssettings und Gruppengrößen gibt es nicht zu beachten.
Ressourcen
Diese Methode können die Studierenden zuhause umsetzen und den Zeitbedarf individuell anpassen.

Quellen
Behmel, Albrecht (2005): Lexikon - Wissenschaftsparodie. abgerufen am 21.08.17
Behmel, Albrecht (2005): Sokal-Affäre. abgerufen am 21.08.2017
Liesemer D (2010): Scherzeinträge in Lexika. Von Steinläusen und Kurschatten. abgerufen am 21.08.2017
