Berufe, Branchen & BA Social Sciences: Der Praktikums-Podcast
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Wie viele andere Studiengänge enthält auch der BA Social Sciences ein Praktikumsmodul – und zwar aus ziemlich guten Gründen: Studierende sollen hier die Möglichkeit nutzen, ihre im Studium erworbenen und/oder vertieften Fähigjeiten in der Praxis zu erproben. So weit, so gut. Aber sofort stellen sich hierzu viele Fragen:
- Wie läuft so ein Praktikum während des Studium eigentlich ab?
- Wie finde ich ein Praktikum, das zu mir passt?
- Welche Erfahrungen lassen sich während des Prakikums sammeln - und wie geht es dann eigentlich weiter nach dem Studium?
Die gute Nachricht: Viele Antworten darauf finden sich in dieser Podcast-Reihe, und zwar aus erster Hand: Gemeinsam mit sieben Studierenden des BA Social Sciences aus Gießen sprechen wir darüber, wie man ein Praktikum meistert (doch, das ist leichter als viele meinen), welche Hürden es gibt (tatsächlich: eher wenige) und welche Erfahrungen wirklich weiterbringen (sehr viele & sehr verschiedene).
Ob hilfreiche Tipps, inspirierende Einblicke oder Ankedote – die Audio- bzw. Video-Podcasts vermitteln eine ganze Reihe erster Eindrücke und Informationen „aus erster Hand“.
Und es gibt noch eine Zugabe: In vier weiteren Episoden erzählen „Young Professionals“, die ebenfalls in Gießen den BA Social Sciences studiert haben, von ihren Wegen nach dem BA-Abschluss: Zum Beispiel, wie sie ihre Berufseinstiege gemeistert haben, welche Herausforderungen sie unterwegs erwartet haben und wie ihnen das Studium dabei geholfen hat.
Ziemlich spannend, finden wir – Hört/schaut rein und lasst Euch inspirieren!
„Das Praktikum hat mir tatsächlich geholfen, eine mögliche Richtung nach dem Studium für mich zu finden“: Praktikumserfahrungen von Studierenden des BA Social Sciences
Praktika sind ein integraler Bestandteil des BA Social Sciences-Studiums und bieten wertvolle Einblicke in verschiedene Berufsfelder. Die Podcast-Reihe dokumentiert eine Vielzahl an Erfahrungen, von denen andere Studierende bei ihrer eigenen Praktikumssuche und -durchführung profitieren können. Diese Dokumentation fasst die wichtigsten Erkenntnisse und Erfahrungen zusammen, die in einer Reihe von Podcast-Episoden geteilt wurden. Die Podcasts decken eine breite Palette von Themen ab, von der Suche nach Praktika über die Anwendung im Studium erworbener Fähigkeiten bis hin zu persönlichen Entwicklungsprozessen:
Praktika sind in Studiengängen wie den Sozialwissenschaften oft obligatorisch, da sie eine praktische Anwendung der im Studium erlernten Theorien und Methoden ermöglichen. Sie helfen Studierenden, die Arbeitswelt kennenzulernen, berufliche Perspektiven zu entdecken und sich beruflich zu orientieren. Praktika bieten eine Möglichkeit, Fähigkeiten wie Recherche, Teamarbeit und Problemlösung in einem realen Arbeitskontext anzuwenden und zu verbessern. Sie bieten auch eine erste Orientierung für die Zeit nach dem Studium, indem sie helfen, Interessen zu schärfen und potenzielle Berufsfelder zu identifizieren oder auszuschließen.
Die Suche nach geeigneten Praktikumsplätzen stellt für viele Studierende eine große Herausforderung dar, insbesondere in spezifischen Interessensgebieten. Eine Studierende erklärte dazu: "Ich habe dann einfach eine Initiativbewerbung gemacht und es hat dann geklappt." Die Erwartungen an die Praktika variieren stark: Während einige die Anwendung theoretischen Wissens erhoffen, liegt für andere der Fokus auf der Entwicklung praktischer Fähigkeiten. Häufig treffen die Studierenden auf unerwartete Aspekte, wie die Intensität der Teamarbeit, den unmittelbaren Praxisbezug im Vergleich zum Studium oder die Notwendigkeit, sich schnell an neue Arbeitsumgebungen anzupassen.
Die Praktika helfen den Studierenden, ihre beruflichen Perspektiven zu klären und ihre Interessen zu verfeinern. Viele berichten, dass diese Erfahrungen maßgeblich dazu beigetragen haben, eine mögliche berufliche Richtung nach dem Studium zu identifizieren. "Ich finde, das Praktikum hat mir tatsächlich geholfen, eine mögliche Richtung für nach dem Studium für mich zu finden", sagte ein Studierender. Die Reflexion über persönliche Interessen und Themenfelder zeigt sich als wichtiger Bestandteil der individuellen Entwicklung. Neben der fachlichen Orientierung stärken die Praktika auch das Selbstbewusstsein und die Selbstständigkeit. Die Arbeit in neuen Umgebungen ermöglicht es den Studierenden, ihre Fähigkeiten kritisch zu hinterfragen und den Bezug wissenschaftlicher Methoden zur Praxis zu reflektieren. Eine Studierende merkte an: "Und dann habe ich mir auch schon oft die Frage gestellt, wie aussagekräftig sind jetzt die Daten, die man da sammelt."
In den Praktika spielen methodische Fähigkeiten eine zentrale Rolle. Viele Studierende betonen die Bedeutung von Recherchekompetenzen, statistischen Auswertungen sowie qualitativen Methoden wie der Interviewführung und der Textarbeit. Eine Studierende schilderte: "Es ging eher darum, dass man sich mit diesem Themenfeld schon spezifisch auseinandergesetzt hat und auch bestimmte Perspektiven oder Fragestellungen mitbringt, mit denen man sich im Rahmen des Studiums bereits beschäftigt hat." Insbesondere im politischen Bereich sind Umfragen ein wichtiges Element, das sie in ihren Tätigkeiten einbinden konnten. Studierende berichten davon, dass theoretische Konzepte in der Praxis zwar nicht immer direkt angewendet werden, sie jedoch dazu beitragen, fachliche Perspektiven besser zu verstehen. "Also, ich würde jetzt natürlich am liebsten von der konkreten Situation erzählen, in der ich irgendwie ein bestimmtes Theoriemodell anwenden konnte. Das war jetzt so nicht der Fall", reflektierte eine Studierende.
Viele Studierende haben die Erfahrung gemacht, dass Initiativbewerbungen eine erfolgreiche Strategie darstellen, insbesondere bei kleineren Projekten oder im öffentlichen Dienst. Es wird empfohlen, frühzeitig mit der Praktikumssuche zu beginnen und sich über verschiedene Möglichkeiten zu informieren. Dabei spielt die Reflexion über die eigenen Interessen eine zentrale Rolle, um geeignete Praktika zu finden. "Also, was ich auf jeden Fall raten kann, ist sich mit seinen eigenen Interessen und Wünschen auseinanderzusetzen, sich wirklich mal zu hinterfragen, was kann ich mir vorstellen für die Zukunft oder wenn es auch nicht so weit geht, vielleicht einfach was macht mir momentan Spaß", erklärte eine Studierende. Es erweist sich als hilfreich, verschiedene berufliche Optionen zu erkunden und sich intensiv mit den eigenen Zukunftswünschen auseinanderzusetzen.
Ein wiederkehrendes Thema in den Podcasts ist die Bedeutung der Programmiersprache R im Bereich der Computational Social Sciences. Viele Studierende zeigen sich überrascht über die vielseitigen Einsatzmöglichkeiten dieser Software, insbesondere im Forschungsbereich. Ein Studierender bemerkte: "Ich fand sehr überraschend, dass R auch dort von Programmierern viel genutzt wird. Ich dachte immer, es sei hauptsächlich eine Statistik-Software, die nur von Statistikern benutzt wird." Die Praktika bieten zudem wertvolle Gelegenheiten für Teamarbeit und Networking. "Dann konnte man immer schön in den Mittagspausen zusammen essen gehen und ich habe ganz viele tolle Einblicke bekommen in deren Forschung", berichtete ein Studierender.
Die Suche nach einem Praktikum kann selbstinitiativ oder über Ausschreibungen erfolgen. Initiativbewerbungen sind besonders bei kleineren Projekten oder kommunalen Stellen oft erfolgreich. Online-Jobportale, insbesondere für den öffentlichen Dienst wie "Interamt", sind gute Anlaufstellen. Die Recherche nach passenden Unternehmen und deren Webseiten, sowie gezielte Initiativbewerbungen sind effektiver als allgemeine Suchanfragen. Es ist wichtig, sich frühzeitig mit den eigenen Interessen auseinanderzusetzen und thematisch passende Stellen zu suchen, auch wenn diese nicht direkt als Praktikum ausgeschrieben sind.
Die Vielfalt der Praktikumsfelder zeigt sich in den unterschiedlichen Bereichen, in denen Studierende ihre Praktika absolviert haben. Dazu gehören Tätigkeiten in der Medienbranche, etwa in einer Redaktion des ZDF, sowie im öffentlichen Dienst, beispielsweise in einem Landkreisamt. Darüber hinaus wurden Praktika in der Forschung durchgeführt, wie am GESIS in Köln, sowie in der Marktforschung bei einem Marktforschungsinstitut in Frankfurt. Weitere Erfahrungen konnten im Bereich PR und Kommunikation, unter anderem bei Hill Noten Strategies, gesammelt werden. Zudem gab es Praktika in der akademischen Forschung, etwa am Institut für Kriminologie in Tübingen. Eine Studierende berichtete: "Ich glaube jetzt in dem Projekt werden sogar mittlerweile Praktikumsstellen ausgeschrieben, nachdem ich dort war."
Besonders nützliche Fähigkeiten aus dem Studium sind unter anderem Recherchekompetenz, analytisches Denken, statistische Kenntnisse (z.B. in R oder SPSS), Textverfassung und das Durchführen von Interviews. Auch das kritische Hinterfragen von Informationen und das Verständnis von gesellschaftlichen Zusammenhängen sind wichtige Kompetenzen. Die Fähigkeit, sich schnell in neue Themen einzuarbeiten und im Team zu arbeiten, sind ebenfalls essenziell.
Im Praktikum werden verschiedene Forschungsmethoden, wie qualitative und quantitative Methoden, angewendet. Dabei können Studierende selbst Umfragen, Gruppendiskussionen oder Interviews begleiten oder auch auswerten. Die Anwendung von Statistik Software wie R oder SPSS, sowie die Planung und Durchführung von Projekten, sind praktische Erfahrungen. Es ist wichtig zu erkennen, dass die praktische Anwendung von Methoden im Arbeitsalltag nicht immer exakt der Theorie entspricht und es zu Unterschieden im Umgang mit Daten oder bei der Durchführung von Projekten kommen kann.
Die Arbeitsweise im Praktikum unterscheidet sich von der universitären Arbeit durch die Praxisnähe und den Zeitdruck, da man mit echten Projekten und Kunden arbeitet. Hier ist ein hohes Maß an Selbstständigkeit und Eigeninitiative gefragt. Die Zusammenarbeit in Teams und mit verschiedenen Fachpersonen und die Notwendigkeit, sich schnell auf wechselnde Aufgaben und Prioritäten einzustellen, sind zentrale Aspekte. Im Gegensatz zur oft individuellen akademischen Arbeit, ist im Praktikum Teamarbeit und die Anpassung an Arbeitsweisen anderer gefragt.
Praktika können die persönliche und berufliche Entwicklung stark beeinflussen, indem sie helfen, berufliche Orientierungen zu finden, Interessen zu schärfen und Kompetenzen zu stärken. Sie können die Entscheidung für oder gegen bestimmte Berufsfelder beeinflussen. Außerdem können Praktika, insbesondere durch die praktische Anwendung des Gelernten, zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen. Sie bieten auch die Möglichkeit, in einem geschützten Rahmen zu experimentieren und eine Richtung für die Zeit nach dem Studium zu finden.
Herausforderungen können z.B. unerwartete Arbeitsaufgaben, ein hohes Maß an Eigenverantwortung, Teamarbeit mit unbekannten Personen, und der Umgang mit Zeitdruck und unvorhergesehenen Ereignissen sein. Es kann auch Tage geben, an denen weniger Arbeit anfällt oder die Aufgaben nicht direkt den eigenen Interessen entsprechen. Es ist wichtig, flexibel zu sein und sich auf die unterschiedlichen Situationen einzustellen. Auch unerwartet geringer Kontakt zwischen verschiedenen Abteilungen innerhalb von großen Organisationen kann überraschen.
Studierende sollten sich frühzeitig mit ihren eigenen Interessen und Schwerpunkten auseinandersetzen und dann gezielt nach thematisch passenden Stellen suchen. Sie sollten sich nicht nur auf konkrete Praktikumsangebote beschränken, sondern auch Initiativbewerbungen in Betracht ziehen, vor allem bei kleineren Projekten oder Unternehmen. Eine sorgfältige Vorbereitung auf die Bewerbung und ein Bewusstsein für die eigenen Stärken sind wichtig, um eine Stelle zu finden, die zu den eigenen Interessen und Fähigkeiten passt. Außerdem sollten sie offen für neue Erfahrungen sein, bereit sein Fragen zu stellen und sich Herausforderungen stellen.
Sieben auf einen Streich: Studierende des BA Social Sciences (& MA GKM) berichten über ihre Praktika
Der Young Professionals Podcast
Nach dem BA Social Sciences geht es weiter - Berichte von Young Professionals