Teil 1.3 Veranstaltungsarten
Veranstaltungsarten

Veranstaltungsarten
Im Studium der Sozialwissenschaften erwarten dich verschiedene Veranstaltungsformate, die dir helfen, theoretische Grundlagen zu erlernen, analytische Fähigkeiten zu entwickeln und praktische Erfahrungen zu sammeln.
Jede Veranstaltungsart verfolgt dabei ein bestimmtes Lernziel und erfordert unterschiedliche Herangehensweisen.
In den folgenden Informationen erhältst du einen Überblick über die wichtigsten Veranstaltungsarten, ihre Besonderheiten und wie du dich optimal darauf vorbereiten kannst. Egal ob Vorlesung, Seminar oder Übung – wenn du weißt, was dich erwartet, kannst du dein Studium gezielt und effizient gestalten.
Lass uns gemeinsam einen Blick auf die unterschiedlichen Formate werfen!
In klassischen Vorlesungen vermitteln Dozierende grundlegende theoretische Konzepte und Forschungsergebnisse aus der Soziologie, Politikwissenschaft und den Methoden der Sozialforschung. Diese Veranstaltungen finden meist im Hörsaal statt und richten sich an alle Studierenden eines Semesters. Ziel ist es, dir ein fundiertes Verständnis der theoretischen Grundlagen und übergreifenden Zusammenhänge zu vermitteln.
Die Teilnahme an Vorlesungen wird dringend empfohlen, ist aber in der Regel nicht verpflichtend. Als Studierende*r mit Hochschulreife trägst du selbst die Verantwortung für deine Teilnahme, Pünktlichkeit und ein respektvolles Verhalten im Lehrbetrieb.

Proseminare sind in Deinem Studium die Grundlage der wissenschaftlichlichen Auseinandersetzung und finden in den ersten Semestern statt. Sie fördern die aktive Teilnahme und Diskussion, um ein tieferes Verständnis der behandelten Themen zu erlangen. Diese erfordern eine regelmäßige Teilnahme, Vor- und Nachbereitung von Inhalten und Texten. Zudem werden in den Seminaren häufig (Gruppen-)Präsentationen zu den Seminarinhalten von Studierenden vorbereitet.

Seminare finden in den höheren Semestern statt und sind weiterführende Veranstaltungen. Sie erfordern eine höhere Eigenständigkeit als Proseminare und bauen auf der Basis des bereits Gelernten auf. Häufig finden in den Sitzungen anspruchsvollere Diskussionen und Auseinandersetzung mit Texten, Theorien und Methoden statt. Die generelle Struktur orientiert sich dennoch an denen der Proseminare.

Übungen ergänzen Vorlesungen und Seminare, indem sie praktische Anwendungen der theoretischen Inhalte ermöglichen. In den Sozialwissenschaften können dies beispielsweise statistische Analysen, Methoden der empirischen Sozialforschung oder Fallstudien sein. Übungen bieten Raum für die Anwendung und Vertiefung des Gelernten.

Das Lehrforschungsprojekt dient der selbstständigen Bearbeitung eines konkreten, eingegrenzten Forschungsprojektes im Kontext des durch die Lehrveranstaltung
vorgegebenen Themenbereichs. Dabei wird ein typischer wissenschaftlicher Forschungsprozess kennengelernt und die Umsetzung einzelner Arbeitsschritte erprobt. Anwendung finden dabei die in den Modulen des Basisbereichs erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten, die an einen konkreten Untersuchungsgegenstand herangetragen werden. Zudem dient das Lehrforschungsprojekt der inhaltlichen Spezialisierung im Rahmen des Studiums.

Ringvorlesungen bestehen aus einer Reihe von Vorträgen verschiedener Expert:innen zu einem übergeordneten Thema. Im Kontext der Sozialwissenschaften könnten solche Veranstaltungen interdisziplinäre Perspektiven auf aktuelle gesellschaftliche Fragestellungen bieten und Einblicke in unterschiedliche Forschungsansätze ermöglichen.

Tutorien werden oft von fortgeschrittenen Studierenden geleitet und unterstützen die Inhalte von Vorlesungen und Seminaren. Sie bieten eine Plattform für Fragen, Diskussionen und die Wiederholung komplexer Themen in kleineren Gruppen, was das Verständnis und die Anwendung des Stoffes erleichtert.
