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Simulation

Beschreibung

Bei reinen "Simulationen" werden Vorgänge oder Systeme durch Modelle nachgeahmt und anschließend in Programme umgesetzt (z.B. virtuelles Frösche sezieren). Der Lernende hat die Möglichkeit, sinnvolle Parameter als Bedingungen einzugeben, woraufhin veranschaulicht wird, wie sich das repräsentierte System unter entsprechenden Bedingungen verhalten würde. Hierdurch wird die Simulation interaktiv. Aus der Simulation resultierende Ergebnisse werden anschließend mit realen Vorgängen in Bezug gesetzt. Das Ziel von Simulationen ist es, die in der realen Welt überwiegend sehr komplexen Vorgänge in vereinfachten Modellen durchzuspielen und sie besser verstehen zu lernen. Durch die Vermittlung und Anwendung von Entscheidungs- und Handlungswissen sollen bei den Studierenden zudem praktische Kompetenzen aufgebaut werden.
Wird bei einer Simulation nicht nur nach „Regeln gespielt“, sondern kommt auch eine Rollenspielkomponente hinzu, dann  handelt es sich um ein Planspiel - eine Unterform der Simulation.
Soll eine Simulation im Unterricht eingesetzt werden, gilt es folgende Grundsätze zu beachten:
  • Passung der Simulation zur Unterrichtsthematik und didaktisch gut angelegte Integration in den Unterrichtsverlauf
  • Dozierende müssen die Simulation sowohl inhaltlich wie auch von der Handhabung her beherrschen
  • Im Plenum werden die Ergebnisse besprochen und ausgewertet
Der Einsatz von Simulationen ist v.a. dort sinnvoll, wo ein wirkliches Experiment aus Kostengründen, ethischen Motiven oder wegen Gefahren nicht durchführbar ist.

Durchführung

Damit eine Simulation erfolgreich verläuft, müssen den Studierenden die Bedienung der Simulation sowie bestehende wechselnde Abhängigkeiten der Aktion (z.B. fördert Entscheidung A die Lösung A) ausreichend erläutert werden. Lehrende sollten die Programme daher selbst umfassend beherrschen; insbesondere, um während des Simulationsverlaufs Hilfestellungen geben zu können, aber auch, um die Simulation sinnvoll in das Unterrichtskonzept zu integrieren.
Je nach Simulationsprogramm geben die Studierenden Daten ein. Beispielsweise kann beim Thema Handelskalkulation ein Unternehmensplanspiel eingesetzt werden. Hierbei speisen die Studierenden die Simulationssoftware mit Betriebskosten, Einkaufs- und Verkaufspreisen. Die Aufgabenstellung könnte lauten, Waren unter Berücksichtigung von Rabatten einzukaufen, Betriebskosten zu berücksichtigen und die Preiskalkulation der Waren auf dem Markt entsprechend der Nachfragesituation anzubieten. Weitere Beispiele für Simulationen, die insbesondere darauf zielen, Fertigkeiten zu trainieren, sind eine Simulation zum Segellernen (e-törn), das virtuelle Sezieren von Fröschen oder Experimente im Fach Mathematik (Matheprisma). Nachdem die Simulation durchlaufen wurde,  sollten die Ergebnisse und die Vorgehensweise mit den Studierenden gemeinsam besprochen und reflektiert werden.
 

Erfahrungsberichte

Weblink
Erfahrungsbericht aus der Datenbank für innovative Lehre der Hochschuldidaktik
 

Quellen