eStories: Logbuch zum Einsatz digitaler Medien in der Lehre
Juni 2026

Die Uhr im Hörsaal tickt unbeirrt weiter, während die letzte Folie noch erklärt werden will – für Rückfragen, Diskussionen oder gar Anwendung bleiben dann großzügige zweieinhalb Minuten. Ein Szenario, das vielen Lehrenden vertraut sein dürfte. Gleichzeitig wird in den Modulhandbüchern ein beachtliches Zeitkontingent für das Selbststudium ausgewiesen, das didaktisch jedoch selten gezielt begleitet wird. Genau hier setzt das Konzept des Flipped Classroom an. In diesem Beitrag lernen Sie das Konzept und seine drei elementaren Bausteine kennen.
Mai 2026
Vom Export eigener Konversationen über anonymisierte Auswertungen und das Teilen von Dialogen bis hin zu Diagrammen, Mindmaps und LaTeX-Unterstützung: Mit den jüngsten Erweiterungen wird der KI-Chat in ILIAS noch vielseitiger – und macht datenschutzkonformes Arbeiten mit externen Sprachmodellen erstmals einfach möglich. Ein Überblick über die wichtigsten Neuerungen und ihrem Nutzen für Lehre und Studium.
Januar 2026

Stellen Sie sich vor, Sie hätten die Möglichkeit, Ihren Studierenden rund um die Uhr und überall ermutigendes und individuelles Feedback zu geben und sie beim Lernen in Ihrem ILIAS-Kurs zu unterstützen, indem Sie ihnen Fragen beantworten oder Fachbegriffe erklären. Wie das geht? Ganz einfach. Mit dem KI-Chat in ILIAS.

Sie stellen in Ihrer Vorlesung die Frage „Gibt es noch Fragen?" und blicken in schweigende Gesichter – obwohl Sie ahnen, dass längst nicht alles verstanden wurde. Oder Sie haben das Gefühl, dass die Zeit in Ihren Lehrveranstaltungen kaum ausreicht: Die Wissensvermittlung frisst so viel Raum, dass für Diskussionen und vertiefende Übungen am Ende nur noch wenige Minuten bleiben.
Solche Situationen gehören für viele zum Lehralltag – das muss aber nicht so bleiben: Im ersten Halbjahr 2026 bietet die Gruppe Medien und E-Learning zwei Workshops im Programm des Hochschuldidaktischen Netzwerks Mittelhessen (HDM) an, die genau hier ansetzen: mit praxisnahen Ansätzen für mehr Interaktion, aktivere Studierende und eine bessere Nutzung der gemeinsamen Lehr-/Lernzeit.
Dezember 2025

Dienstag, 10 Uhr, Seminar „Einführung in qualitative Forschungsmethoden“. Sie haben 32 Studierende, 14 im Raum und 18 online. In zehn Minuten sollen erste Forschungsfragen zu „Nachhaltigkeitskommunikation auf Social Media“ gesammelt werden. Vor Ort kleben die ersten Post-its an der Tafel, online landen parallel Ideen im Chat, zwei Gruppen notieren in ihrem eigenen Dokument, eine Handmeldung geht im Rauschen unter. Nach acht Minuten gibt es doppelte Vorschläge, gute Beiträge scrollen im Chat davon und niemand hat eine vollständige Übersicht. Sie verlieren Zeit beim Zusammenführen und die Energie der Diskussion verpufft.